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Freitag, 24.02.2006

Winter in Deutschland – Schnee und Kälte ... Ein Telefonat am Nachmittag: „Schatz, fliegst Du mit mir am 10.03. für eine Woche nach Mallorca?“ „Ja, ja ...“ „Ich meine das ernst !!!“ Am Abend haben wir gebucht ...

Freitag, 10.03.2006

Abflug 15:20 Uhr – wir fliegen den Rhein entlang, über Bern, Genf und Marseille -> das Mittelmeer liegt unter den Wolken verborgen – es geht ab in Richtung Mallorca und wir landen überpünktlich um 17:15 Uhr. Der Transfer klappt dank TUI hervorragend und um 19:00 Uhr sind wir in unserem Hotel. Herrlich: Ein Zimmer im siebten Stock mit Balkon und Meerblick. Der Himmel ist noch blau und die Sonne geht gerade langsam hinter den Bergen „verloren“. Wir packen unsere Sachen aus und machen uns auf zu einem Erkundungsgang durch St. Agusti. Entgegen den Angaben bei der Buchung sind wir nicht in Cala Major, sondern in St. Agusti gelandet, aber die beiden Örtchen gehen ineinander über und man kann gar nicht klar erkennen, wo welches Örtchen anfängt und das andere endet. Wir landen in einem wunderschönen kleinen Lokal – typisch mallorquinisch – und stellen fünf Minuten später fest, daß es sich um ein bulgarisches Lokal handelt. Um 22:00 Uhr liegen wir in der Heia – wir sind müde ...

Samstag, 11.03.2006

Das frühe Schlafen gehen macht sich bezahlt: Wir stehen um 07:30 Uhr auf und der erste Blick vom Balkon zeigt stärke Bewölkung. Egal, denn wir fahren heute nach Palma – da kann kommen was will. Nach dem Frühstück klettern wir die Treppenstufen hinab und erobern unseren Bus. Die Linie 3 bringt uns in 15 Minuten ins Zentrum. Wir steigen am Placa d’Espanya aus und bummeln die Avinguda Alexandre Rossello und die Avinguda Gabriel Alomar Villalonga entlang bis zum Hafen. Nun geht es links ab und wir sehen von hinten schon die Kathedrale von Palma. Natürlich gehen wir in die Kathedrale und bestaunen gleich nach dem Eingang im Museum die prachtvollen Münze und Kerzenleuchter in gold und silber. Ich verliebe mich spontan in einen besonders schönen Kerzenleuchte, aber in Anbetracht seiner Höhe von ca. 2 Metern und dem vermutlich sehr hohen Gewicht verzichte ich auf den Diebstahl von Kulturgut. Ich hätte ihn in unserem kleinen Wohnzimmer eh nicht wirkungsvoll ausstellen können. Die Kathedrale ist üppig geschmückt und in ein Meer aus Kerzenschein getaucht. Die Sonne scheint nun endlich auch und wir erleben den beeindruckenden Lichteinfall durch die wunderschöne Rosette in der Hauptapsis (11,5 Meter Durchmesser und 1.236 Glasteile in rot, blau, gelb und orange). Glück gehabt, denn die Sonne steht am günstigsten für dieses Lichtspiel gegen 11:00 Uhr morgens. Das haben wir geschafft. Über dem Altar hängt ein Leuchter von üppigstem Ausmaß. Er stammt von Antonio Gaudi und er ist faszinierend anzusehen. Die Fotos werden erwartungsgemäß nichts, aber das stört uns auch nicht weiter. Nun geht es wieder hinaus und das Wetter ist in Aprilstimmung. Es nieselt während wir im Freien unseren Cafe Solo trinken, aber ein Sonnenschirm! verhindert eine Taufe. So schnell der Nieselregen kam, so schnell ist er auch wieder vorbei und endlich kommt die lang ersehnte Sonne zum Vorschein. Wir bummeln durch die engen Gassen der Altstadt. Ein Schal hat es mir angetan und ich investiere € 5,-- um ihn in meinen Besitz zu nehmen. In den engen Gassen tummeln sich außer uns noch weitere Touristen, aber auch sehr viel Einheimische sind unterwegs. Wir können uns gar nicht vorstellen, daß man in der Saison überhaupt zum Schaufester gucken kommen kann. Jetzt ist es genau richtig – nicht zu voll und doch lebhaft schön. Ein Laden mit Würsten und Schinken, Käse und Wein, mit allen Arten von leckeren Dingen muss fotografiert werden. Man kann nur mit eingezogenem Kopf hinein und wieder hinaus. Soviel Köstlichkeiten auf so wenig Raum – der Anblick ist total verrückt. In der Markthalle bewundern wir die Obst- und Gemüsestände. Die Fischhalle muss auf mich verzichten, aber Andy blinzelt über die frischen Gaben des Meeres mit einem sehnsuchtsvollen Blick. „Jetzt eine Finca und hier einkaufen und heute Abend lecker Fisch grillen.“ Tja, das wird wohl heute nichts mehr werden. Wir verlassen die Markthalle und werden von einem strahlendblauem Himmel und Sonne satt empfangen. Das nächste Straßencafe in der Sonne gehört uns und wir strecken gierig die Gesichter der Sonne entgegen. So lecker war der Kaffee ja schon lange nicht mehr. Weiter geht es durch Gassen und über Plätze vorbei an alten Häuschen und schmucken Stadtvillen. Ein Hungergefühl macht sich langsam bemerkbar. Wir steuern das Xim’s II an, denn es liegt mitten auf einem kleinen Plätzchen und – wie könnte es anders sein – mitten in der Sonne. Andy isst Garnelen in Knoblauchöl und ich verputze meine erste Tortilla Espana. Hier könnte ich ewig sitzen. Noch einmal geht es quer durch die Altstadt zurück in Richtung Placa d’Espanya, denn dort gegenüber ist der Bahnhof. Wir wollen morgen nach Sóller und wollen noch sehen, ob wir heute schon die Abfahrtsstation vom „Roten Blitz“ finden. Wir finden sie. Mit der Linie 3 fahren wir zurück nach St. Agusti. Andy hält Siesta und ich lasse mich nach der Dusche auf dem Balkon von der Sonne trocknen. So erfrischt machen wir uns zum Abendspaziergang auf. Kulinarisch bietet Cala Major / St. Agusti nicht wirklich viel. Wir landen schließlich beim Italiener und somit bei Pizza und Pasta. Ein Cerveza an der Hotelbar läutet das Ende des ersten Tages „auf“ Mallorca ein.

Sonntag, 12.03.2006

Wir sind früh auf. Gleich nach dem Frühstück bestellen wir uns für Montag einen Mietwagen und ziehen dann wieder mit der Linie 3 gen Palma. Am Bahnhof vom „Roten Blitz“ ist bereits die Hölle los. Wir wundern uns: Es ist 09:45 Uhr und der Blitz geht laut Fahrplan um 10:45 auf die Reise nach Sóller. Es stellt sich heraus, daß aufgrund des hohen Andrangs ein Sonderzug eingesetzt wird und so fahren wir schon um 10:00 Uhr in Palma los. Die Fahrt führt uns aus der Stadt heraus und hinein in die Landschaft Mallorcas. Zuerst sehen wir knochige Olivenbaum und Herden von Schafen. Doch je weiter wir fahren um so näher kommen die Berge des Tramuntana Gebirges auf uns zu. Beeindruckend bauen sich die Felsen auf. Ein paar kleine Wolken bleiben daran hängen. Der Himmel ist ansonsten wolkenlos und strahlend blau. Die Sonne brennt bereits herab und die alles ist einfach nur Genuss pur. Durch die Berge hindurch fahren wir durch 13 Tunnel. Es holpert und klappert und kracht. Der „Rote Blitz“ ist weder rot noch ein Blitz. Es ist eine echte alte Holzeisenbahn die seit 1912 Palma und Sóller verbindet. Oberhalb von Sóller halten wir an einem Aussichtspunkt und vor uns liegt Sóller. In der Ferne sehen wir das Meer und Port de Sóller. Hierhin wollen wir mit der alten offenen Straßenbahn fahren. Am Bahnhof angekommen steigen wir um und wieder holpert und klappert es los. Port de Sóller am Mittag: Sonnenschein und Wärme empfängt uns am Meer. Eine salzige Brise kitzelt in der Nase. Wir steigen die Stufen hinauf auf den höchsten Punkt von Port de Sóller und blicken in Richtung Hafen und in die andere Richtung hinaus aufs offene Meer. Das Farbespiel der Blautöne zwischen Meer, Hafenbecken und Himmel ist gar nicht in Bildern einzufangen. Es ist so ein wunderschöner Tag. Wir trinken einen Cafe con Lette und ein Cafe Americano an der kleinen Promenade. Dann steigen wir wieder in die Straßenbahn und fahren zurück nach Sóller. Der „Rote Blitz“ erwartet uns schon und mit ein wenig Bedauern stellen wir fest, daß wir von Sóller nichts gesehen haben. Das müssen wir nachholen !!! Zurück in Palma suchen wir uns eine Tapasbar aus, die – wie könnten wir es anders wollen – Tisch und Stühle im Sonnenschein anbietet. Diese Bar ist schnell gefunden und wir sitzen und genießen. Inzwischen haben wir 28° in der Sonne und mein Gesicht wird immer rötlicher. Es stört mich überhaupt nicht, denn ich habe einfach nur Nachholbedarf an Sonnenschein. Zurück im Hotel verziehe ich mich mit meinem Buch an den Pool und störe somit Andys Siesta nicht. Das Abendessen – man traut sich ja kaum es zu sagen – ist heute ein Döner *beschämt guck* aber wie schon erwähnt sind die Auswahlmöglichkeiten vor Ort echt mau ... Morgen haben wir unser Auto und dann geht’s raus.

Montag, 13.03.2006

Um 10:00 Uhr wird unser Auto gebracht. Es ist ein Renault Modus „Open“ und das „Open“ steht für ein schönes großes Schiebedach. Nach einem Rundgang ums Auto taufen wir es ganz spontan auf „Beulchen“ und dabei bleibt es dann auch. Wir haben das Beulchen für 4 Tage gemietet. Die Kosten hierfür betragen € 128,-- und wir finden, daß das ein humaner Preis ist. Nun kann es also losgehen !!! Kilometerstand Abfahrt: 16.380 km Abfahrtszeit: 10:30 Uhr Es ist bewölkt und wir haben ca. 12°. Nach dem gestrigen Tag ist es uns heute sehr kalt. Unser Weg führt uns von St. Agusti über Portals Nous, Palma Nova, Magaluf und Sa Porrassa zum Cap de Cala Figuera. Hier wollte ich unbedingt hin, denn ich habe mir zwei Cap’s ausgesucht, die ich sehen will. Das hier ist Nummer eins J Wir kraxeln über die Steine und Felsen bis zu den Klippen, die vor uns ins Meer hinabfallen. Eine Kette von 42 Raupen erregt unsere Aufmerksamkeit. Wir sind mutterseelenallein am Cap. Der Wind bläst kühl und wir frösteln. Ab ins Beulchen und weiter geht die Fahrt über Son Ferrer, El Toro, Santa Ponca, Peguera nach Andratx. Vor der Kirche machen wir halt und verschaffen uns einen Überblick. Unser Blick wandert in Richtung Meer und wir sehen Port d’Andratx vor uns. Ein kleiner Bummel durch Andratx überzeugt uns davon, daß wir lieber weiterfahren nach Port d’Andratx – uns ziehts eher ans Meer. Am Port angekommen stillen wir unseren kleinen Hunger und schlendern an der Promenade entlang. Doch so ohne Sonne ist es nicht wirklich schön. Weiter geht es nach Sant Elm, denn wir wollen einen Blick auf die vorgelagerte Dracheninsel werfen. Sant Elm ist wie ausgestorben. Wir sind so gut wie alleine hier, aber das stört uns nicht im geringsten. Die Sonne zeigt sich nun ab und zu. Wir begeben uns mit Beulchen auf den Anfang der „Traumstraße von Mallorca“. Die Traumstraße führt von Andratx über die Serpentinen entlang dem Tramuntana Gebirge bis ans Cap de Formentor (das zweite Cap auf meiner Liste). Über die enge Straße und unzählige Serpentinen fahren wir durch das Coll de Sa Gremola und durch Estellences zum Wehrturm Torre del Verger von 1579. Von hier aus eröffnet sich uns der Blick auf noch höhere Klippen und Felsen. Es sollen nicht die Höchsten sein wie wir einen Tag später feststellen werden. Über Banyalbufar geht es nach Valldemossa. In Valldemossa lebte Chopin mit Georg Sand im Winter 1838/1839. Georg Sand schrieb hier das Buch „Ein Winter auf Mallorca“. Die Beiden hatten einen guten Geschmack. Valldemossa gefällt uns ausgesprochen gut. Wir trinken einen Kaffee und beschließen den Heimweg. Es ist inzwischen 17:00 Uhr und wir wollen heute Abend nach Genova zum Abendessen (Tipp von Lars Kahl). Als wir gegen 18:00 Uhr in Genova eintreffen stellen wir fest, daß der Tipp erst um 19:00 Uhr aufmacht. Doch zwei Straßen weiter lacht uns ein anderes Restaurant an. Andy bekommt seinen Fisch und ich esse Rindercarpaccio. Ankunft im Hotel: 19:30 Uhr Kilometerstand Ankunft: 16.541 km gefahrene Kilometer: 161 km Cerveza an der Hotelbar und ab in die Heia – gute Nacht Beulchen

Dienstag, 14.03.2006

Leicht bewölkt beginnt der Tag mit 16°. Wir machen das Beulchen startklar und es kann losgehen. Kilometerstand Abfahrt: 16.541 km Abfahrtszeit: 08:50 Uhr Unser Weg führt uns heute als Erstes nach Sóller, denn schließlich haben wir hier etwas nachzuholen. Unser Weg führt uns über die ersten Serpentinen des Tages, denn wir nehmen nicht den Tunnel, sondern fahren über den steilen Pass (Coll de Sóller – 496 Meter hoch) Ein Parkplatz ist schnell gefunden und durch die Gässchen bummeln wir hin zum Marktplatz. Den haben wir am Sonntag von der Straßenbahn aus gesehen und den wollen wir uns näher betrachten. Wir finden ein hübsches Cafe gegenüber der Kirche am Marktplatz. In einem kleinen Geschäft daneben kaufen wir zwei kleine Flaschen Herbas zum mitnehmen und einen hübschen Korb für mich J Weiter geht es nun zum ersten Highlight des Tages. Über Fornalutx und unzählige Serpentinen, vorbei an zwei Stauseen biegen wir auf die gewagteste Strecke von Mallorca: Sa Calobra und Torrent de Pareis. Andy hat schon schweißnasse Hände und ich leichte Blässe im Gesicht. Die Straße ist supereng und immer wieder kommen uns Autos entgegen. Weit hinter uns schlängeln sich vier Reisebusse herauf und wieder herab. Es ist mir ein Rätsel, daß sie überhaupt durch die engen Felstunnel passen. Aber irgendwie kommen sie nach uns auch am Parkplatz an. Gott sei Dank haben die Busse bedeutend länger gebraucht als wir, denn wir haben den Strand und die Bucht Pareis für uns alleine. Als wir den Rückweg antreten kommen uns die Massen entgegen. Schwein gehabt ... Zurück auf die Traumstraße und Cap Nummer zwei in Angriff nehmen: Wir fahren in Richtung Pollenca und machen Mittagspause in Port de Pollenca am Hafen. Frisch gestärkt treten wir den letzten langen Serpentinen entgegen. Das Cap de Formentor (also Nummer zwei) möchte erobert werden. Wir brauchen für die relativ kurze Strecke fast eine Stunden !!! Unterwegs begegnet uns ein Kameramann und der neue Peugeot 207. Wir werden Augenzeuge der Dreharbeiten und sind von den Fahrkünsten des Peugeot Fahrers schwer beeindruckt. Am Cap steht hoch oben der Leuchtturm und wir haben wirklich das Gefühl am Ende der Welt zu sein. Die Klippen sind steil und hoch. Die Sonne scheint uns ins Gesicht und eigentlich würde ich jetzt gerne für immer hier bleiben wollen, aber das geht natürlich nicht. Der Weg zurück ist anstrengend und bei Andy macht sich nun auch Müdigkeit breit. Das ist doch ein anderes Fahren als auf deutschen Autobahnen. Am Mal Pas halten wir an und erklimmen die letzten Klippen des Tages. „Ab jetzt keine Serpentinen mehr – wir habe das Tramuntana Gebirge abgearbeitet.“ Entlang der Bucht von Pollenca über Alcudia fahren wir nach Can Picafort. Wir machen zwei Fotos für Gabi, damit sie Can Picafort mal sehen kann ohne Touristen. Der Strand ist menschenleer, die Straßen verwaist und die meisten Geschäfte geschlossen, aber wir finden ein Cafe. Über Muro, Sa Pobla, Inca, Binissalem und Marratxi fahren wir nach Hause. Ankunft im Hotel: 19:30 Uhr Kilometerstand Ankunft: 16.807 km gefahrene Kilometer: 266 km

Mittwoch, 15.03.2006

Kilometerstand Abfahrt: 16.807 km Abfahrtszeit: 08:50 Uhr Das Wetter ist ein Traum: Wir wurden schon mit Sonnenschein geweckt. Unser erstes Ziel heute ist das Kloster Ermita de Sant Honorat oberhalb von Randa auf dem Berg. Über Algaida steuern wir Randa an und nehmen den Berg in Angriff. Wie war das mit keine Serpentinen mehr? Okay, aber das sind nun wirklich die Letzten J Als wir um 09:30 Uhr im Kloster angekommen sind wir wieder mal alleine unterwegs. Eine wunderbare Ruhe und eine grandiose 360° Aussicht nehmen uns in den Bann. Andy bekommt seinen ersten Kaffee des Tages. Das Gebräu im Hotel ist wirklich ungenießbar und Andy ist ohne Kaffee ungenießbar, also haben wir uns angewöhnt bei Start jeder Tour erst ein Cafe zu suchen. Das Cafe im Kloster hat schon auf und es stellt sich heraus, daß man hier oben auch übernachten könnte. Die ehemaligen Klosterzellen wurden zu kleinen Zimmern umgebaut und für € 30,-- pro Nacht vermietet. Da hätte ich ja mal Lust drauf. Zurück im Tal fahren wir über Montuiri und Villafranca de Bonany nach Manacor. Die Insel zeigt sich hier von seiner blühensten Seite: Bäume mit zarten grünen Spitzen, gelbe Wiesenblumen und vor uns schaut immer wieder das Meer hervor. In Manacor bewundern wir die Kirche, bummeln ein bißchen über die Fußgängerzone und trinken in der Sonne einen Kaffee. Die Außentemperaturanzeige im Beulchen zeigt 20° und es ist noch nicht mal 12:00 Uhr. Traumwetter !!! In Porto Cristo am Hafen gibt es unser Mittagessen. Andy bekommt seinen heiß geliebten Fisch. Weiter geht es über Cala Millor in Richtung Cala Ratjada. Unterwegs entdecken wir eine Festungsanlage (Capdepera) und beschließen sie zu besteigen. Das Castell de Capdepera ist aus dem 18. Jahrhundert und weckt ihn mir Burgfräuleingefühle. Wir laufen an den Außenmauern auf einem schmalen Steg entlang und blicken auf die Bucht von Cala Ratjada. Unterhalb der Festung auf einem kleinen Platz trinken wir etwas und nun geht es dann nach Cala Ratjada. Wir brauchen Fotos für die Schwiegermama, denn sie war vor 30 Jahren einmal hier. Schnell wird uns klar, daß sie mit Sicherheit nichts mehr erkennen wird. Auf dem Rückweg halten wir in Arta an. Die Fußgängerzone dort soll so schön sein. Leider sind noch alle Geschäfte zu und die Siesta hält noch an. Wirklich pünktlich ist hier auf Mallorca ja eigentlich nichts. Eigentlich sollten um 16:00 Uhr die Geschäfte wieder öffnen, aber es tut sich nichts. Wir ziehen weiter und fahren über Petra und Sineu durch ein kleines Dörfchen mit dem Namen Costitx. Vor einer kleinen Patisserie mitten im Dorf stehen zwei Tische und Stühle in der Abendsonne. Wir müssen hier einfach anhalten und einen Cafe Solo trinken J Ankunft im Hotel: 18:00 Uhr Kilometerstand Ankunft: 17.045 km gefahrene Kilometer: 238 km Im Hotel packen wir unsere Koffer. Das Zimmer muss morgen früh spätestens um 11:30 Uhr zurückgegeben werden, aber wir wollen ja morgen eh noch mit dem Beulchen los. Unser Transfer zum Flughafen holt uns morgen abend um 19:15 Uhr ab. Da bleibt uns noch viel Zeit für eine letzte Tour.

Donnerstag, 16.03.2006

Kilometerstand Abfahrt: 17.045 km Abfahrtszeit: 09:00 Uhr Heute bekommt Andy den ersten Kaffee des Tages in Llucmajor. Vom Kloster aus hatten wir schon Llucmajor von oben bewundert und nun sitzen wir in dem wunderschönen und sehr alten Cafe Colon und schlürfen Kaffee. Das Inselradio verrät uns, daß in Campos heute Wochenmarkt ist und wir fahren hin. Die Tankstelle direkt neben dem Wochenmarkt ist so winzig und witzig das Andy gleich ein paar Fotos davon machen muss. Über Santanyi fahren wir nach Cala d’Or. Im Hafen beobachten wir die Ankunft einer Luxusyacht und verfolgen fasziniert den Weg vom LKW ins Meer. Zurück über Santanyi geht es nach Cala Figuera und hier gefällt es mir von all den „typischen“ Touristenorten am Besten. Das Thermometer zeigt 23° und ich muss einfach noch die Sonne im Gesucht genießen. Nun fahren wir immer entlang der Küste, machen einen Abstecher zum Cap de ses Salines, bummeln am Strand und verdrängen die Tatsache, daß wir morgen wieder im kalten Deutschland sind. Immer entlang der Küste steuern wir nun S’Arenal an. Wir wollen es uns wenigstens ansehen J Die Strandpromenade ist verhältnismäßig leer. Am Strand liegen nur wenige Leute. Das „Oberbayern“ gleicht eher dem Eingang einer Garage und man kann kaum glauben, daß hier im Sommer „der Bär tanzt“. Alle Balneario’s sind zu, aber die berühmte Nummer 6 ist geöffnet. Man serviert den Sangria in Weizenbiergläsern und die langen Strohhalme fehlen auch nicht. Andy weigert sich hier etwas zu trinken. Er sitzt kopfschüttelnd auf der Strandmauer und betrachtet sich das Treiben. Man spielt deutsche Stimmungsmusik. Irgendwie bin ich hier im falschen Film. Wir laufen in die Schinkenstraße und betrachten den Bierkönig. Wenn die Sonne nicht so brutzeln würde und hinter mir nicht das Meer wäre, ich würde denken, daß ich in München bin. Wir sind uns sehr schnell sehr einig, daß das hier so überhaupt nicht unsere Welt ist und wir sind froh, daß wir Mallorca nicht so erleben mussten. Ankunft im Hotel: 17:00 Uhr Kilometerstand Ankunft: 17.269 km gefahrene Kilometer: 224 km Summe: 889 Kilometer in vier Tagen Zurück im Hotel verabschieden wir uns vom treuen Beulchen. Ein letztes Cerveza an der Hotelbar und dann kommt auch schon unser Transferbus. Good bye Mallorca schön war’s ...

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